Die Lycaste gilt in Guatemala als wahre Kostbarkeit. (Foto: Orchideengarten Karge)

Orchideen-Ausstellung im Beetzsee Center

12. Jan 2015

Die Lycaste gilt in Guatemala als wahre Kostbarkeit. (Foto: Orchideengarten Karge)

Buga-Aussteller Orchideenhaus Karge vom 22. bis 31. Januar 2015 zu Besuch

Orchideen bieten eine Vielzahl von exotischen Geschichten und geheimnisvollen Besonderheiten, sind sagenumwoben und beeindruckend in Arten- Farben- und Formenvielfalt. Dennoch sind sie anspruchslos und geben unerschöpfliche Freude. Tropische Orchideen waren vor 200 Jahren so kostbar, dass Sie mit Gold aufgewogen wurden. Die Pflanzen waren Königen, Fürsten und dem elitären Geld-Adel vorbehalten. Tapfere Männer wurden in unerforschte Weltteile geschickt um immer neue Exemplare zu finden. In den Heimatländern der Orchideen, in diesen fernen und fremden Welten, gelten die Pflanzen als Glücksbringer, Wundermittel der Medizin und sie werden als Talisman genutzt. Auch berauschend ist die aphrodisierende Wirkung, die Orchideen nachgesagt wird. Vorsicht ist geboten!

Zur Einstimmung auf die Bundesgartenschau 2015 können Orchideenfans bereits vom 22. Januar bis 31. Januar 2015 ihre Pflanzenlieblinge bestaunen. Denn im Beetzsee Center wartet die renommierte und über die Grenzen hinaus bekannte Orchideen-Züchterei Karge aus Dahlenburg mit wunderschönen exotischen und robusten Exponaten auf. In Zusammenarbeit mit dem Beetzsee Center und dem hagebaumarkt entsteht eine Ausstellung, bei der sich Interessierte über die kleinen Geschichten, die jede Orchidee mit sich bringt, begeistern und informieren können.
Wie zum Beispiel die Geschichte der Lycaste. Diese Orchidee trägt ihren Namen nach der schönen Tochter des Königs Priamos. Etwa 35 Lycasten-Arten sind in den Gebirgsgegenden der amerikanischen Tropen von Brasilien bis Mexico verbreitet. Die bekanntesten Arten sind Lycaste aromatica mit ihrer nach Zitrone duftenden Blüte und Lycaste deppei, die nach dem Orchideensammler Deppe benannt ist. Sie blühen meist zweimal, im Frühjahr und im Herbst. Äußerst selten kommt in der Natur die Albinoform vor, die rein weiße Blüten und einen gelben Schlund besitzt: dies ist die Nationalblume von Guatemala und wird dort als "Monja Blanca" (weiße Nonne) bezeichnet. Sie ist dort auf Münzen und Briefmarken als Nationalsymbol abgebildet und gilt in Guatemala als Kostbarkeit. Aus Japan stammen die sehr begehrten und seltenen roten Züchtungen.